Corona-Hilfen

Voraussetzungen für die Beantragung einer CORONA-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

gemäß Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesministerium für Finanzen, 2. Phase (Förderzeitraum September bis Dezember 2020)

Wir unterstützen Sie bei der Beantragung der Überbrückungshilfen.


Voraussetzungen

1. Sie zählen zu einer der beiden Gruppen:

  • Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche einschließlich gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereine, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind. Hierzu zählen z. B. Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Träger des internationalen Jugendaustauschs oder der politischen Bildung, Einrichtungen der Behindertenhilfe oder freie Träger der Auslandsadoptionsvermittlung
  • Soloselbstständige oder selbstständige Angehörigen der freien Berufe im Haupterwerb

2. Sie erfüllen außerdem folgende Grundvoraussetzung:

Abgestellt wird auf die Umsatzerlöse aus den Umsatzsteuervoranmeldungen. Umsätze sind:

  • Dienstleistungen, nach § 3a UStG im Gemeinschaftsgebiet und nicht steuerbar,
  • übrige nicht steuerbare Umsätze (Zeile 41 des Vordruckmusters zur Umsatzsteuer-Voranmeldung 2020),
  • erhaltene Anzahlungen,
  • einmalige Umsätze (z.B. Anlageverkäufen), soweit nicht Corona-Notverkäufe

Weitere Grundvoraussetzungen:

  • Ihr Umsatz ist in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen oder
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020.

Bitte beachten Sie:

  • Der Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent muss nicht für jeden einzelnen Monat existieren. Es reicht aus, wenn ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent z.B. für die beiden Monate April und Mai oder Mai und Juni oder Juni und Juli sowie Juli und August 2020 zusammen besteht.
  • Für junge Unternehmen und Organisationen gilt außerdem: Wenn Sie nach April 2019 gegründet wurden, werden statt April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich herangezogen.
  • Gemeinnützige Unternehmen müssen beachten: Anstatt der Umsätze werden bei gemeinnützigen Unternehmen die Einnahmen betrachtet. Einnahmen umfassen die am Markt erzielten Umsätze, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuwendungen der öffentlichen Hand.
  • Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 weniger als 15% des Jahresumsatzes erzielt haben, werden von der Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.

3. Keine der folgenden Aussagen (Ausschlusskriterien) trifft auf Sie zu:

  • Sie sind nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet.
  • Sie haben keine inländische Betriebsstätte oder Sitz.
  • Sie qualifizieren sich für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Das heißt, Ihr Unternehmen hat in den letzten beiden bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt:
    mehr als 43 Mio. Euro Bilanzsumme
    mehr als 50 Mio. Euro Umsatzerlöse
  • Sie haben einen Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro oder Ihr Unternehmen ist Teil einer Unternehmensgruppe, die einen Konzernabschluss aufstellt oder nach anderen Regelungen als den Steuergesetzen aufzustellen hat und deren im Konzernabschluss ausgewiesener, konsolidierter Jahresumsatz im Vorjahr der Antragstellung mindestens 750 Millionen Euro betrug.
  • Sie haben sich laut EU-Definition zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden und Ihre wirtschaftliche Situation hat sich vor der Corona-Pandemie nicht verbessert.
  • Sie haben sich erst nach dem 31. Oktober 2019 gegründet.
  • Sie sind ein öffentliches Unternehmen. Achtung Ausnahme: Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts (Bildungseinrich-tungen der Kammern, Kreishandwerkerschaften oder Innungen) gelten nicht als öffentliche Unternehmen und sind somit antragsberechtigt.
  • Sie sind ein gemeinnütziges Unternehmen, das zugleich ein öffentliches Unternehmen ist.
  • Sie üben Ihre Freiberuflichkeit bzw. Soloselbstständigkeit nur im Nebenerwerb und nicht im Haupterwerb aus.

4. Höhe der Förderung:

  • Beantragung für max. 4 Monate (September, Oktober, November, Dezember 2020)
  • Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr. Bei Unternehmensgründung zwischen 1. September 2019 und dem 31.10.2019 sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.
  • Mögliche Erstattungen: 90% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%; 60% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch >= 50% <= 70%; 40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch >= 30% < 50%

5. Beschäftigtenanzahl:

  • Am 29.02.2020 mind. 1 Beschäftigte(r); Soloselbständige sowie selbständige Angehörige freier Berufe gelten als Unternehmen mit 1 Beschäftigten
  • Anzahl der Mitarbeiter zum 29.02.2020 in Vollzeitäquivalenten (Basis 40 Arbeitsstd./Woche)
  • Anzahl der Beschäftigten ist für die Förderhöhe unbedeutend

6. Schlussabrechnung:

  • Erfolgt über den prüfenden Dritten.
  • Einreichung nach dem 31.12.2020 bis zum 31.12.2021 an die IBB.
  • Übermittlung der endgültigen Umsatzzahlen für April bis August 2020; stellt sich heraus, dass die Förderberechtigung nicht vorgelegen hat, sind die bewilligten Mittel zurückzuzahlen. Mitgeteilt werden auch die Ist-Umsätze September bis Dezember 2020. Ergibt sich ein zu niedriger Erstattungsbetrag, ist zurückzuzahlen; ergibt sich ein höherer Umsatzrückgang als prognostiziert, gibt es eine Nachzahlung.
  • Der prüfende Dritte übermittelt zudem die endgültige Fixkostenabrechnung an die Bewilligungsstelle der IBB. Fallen die Ist-Kosten niedriger an, sind die Fördermittel anteilig zurückzuzahlen; sind die Ist-Kosten höher als prognostiziert, erfolgt auf Antrag eine Nachzahlung.
  • Rückzahlungen sind grundsätzlich nicht zu verzinsen.

Benötigte Unterlagen zum Beratungstermin:

Für den zu vereinbarenden Beratungstermin bitten wir vorab, alle Fragen aus dem Antragstellungsformular im Wege einer Selbstauskunft schriftlich zu beantworten und diese Auskunft sowie nachfolgend aufgeführten Unterlagen zur Prüfung des Antrags in Kopie/PDF mitzubringen:

  • Personalausweis
  • Steuernummer
  • Bankverbindung
  • Einnahmen-/Überschussrechnung 2019 bzw. Jahresabschluss 2019 sowie 2020 bzw. betriebswirtschaftliche Auswertung für 2019 und 2020 mit Bilanzen und GuV
  • Umsatzsteuervoranmeldungen 2019, Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide 2020, Umsatzsteuererklärung 2019
  • Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuererklärung 2019
  • Aufstellung der betrieblichen Fixkosten des Jahres 2019
  • Mietvertrag
  • Telefonkostenrechnung
  • Lizenzkosten (Software)
  • Angabe der Mitarbeiteranzahl
  • Nachweise und Zusammenstellung der Fixkosten 2020
  • Personalkosten, sofern kein Kurzarbeiterentgelt erhalten wird.
  • Bescheide über bereits erhaltene Fördermittel in 2020.

Wir bitten um sorgfältige und vollständige Aufbereitung und Zurverfügungstellung Ihrer Unterlagen, denn nur so können wir gemeinsam unnötige Verzögerungen vermeiden.

Sollten wir Sie damit nicht verschreckt haben, zögern Sie nicht uns anzurufen. (Kontakt).